Zeltplanen, Abdeckplanen

Mit sehr einfachen Mitteln, kann man sich selbst Planen jeder Art herstellen! Diese lassen sich wunderbar an Modelle, Dioramen usw. anpassen!

Die aus Taschentüchern oder Verbandstüchern hergestellten Planen lassen sich nach ausreichender Trocknungszeit des Lacks mit allen herkömmlichen Farben wunderbar lackieren.

Man nehme: Ein entsprechend großes Stück Taschentuch oder Dreiecksfolie aus dem Verbandskasten. Dann befeuchtet man es ruhig mit Wasser, damit es nicht mehr so "störrig" ist und sich besser formen lässt.

Jetzt kann man das angefeuchtete Tuch über die entsprechende Stelle legen z.B. wie auf dem Bildchen die Ladefläche eines LKW.

Ist das Tuch einigermaßen in der gewünschten Form, besprüht man das Tuch mehrmals mit Matt- oder Klarlack. Nach kurzer Zeit wird das Tuch immer "steifer" und man hat jetzt noch mal die Möglichkeit einige Stellen eventuell "nachzuformen".

Je öfter Lack darüber gespritzt wird, desto härter und stabiler wird das Tuch. 

Mit dieser Methode lassen sich für jeden speziellen Verwendungszweck die entsprechenden Planen herstellen. Mein persönlicher Favorit als Ausgangsstoff ist das Dreieckstuch aus dem Verbandskasten. Aber auch Fahnen oder ähnliches können so hergestellt und bemalt werden.

 

 

Schürzen, Abdeckbleche

Um sein Modell etwas aufzupeppen bietet sich die Möglichkeit an, einige Bleche wie z.B. die Schürzen etwas realistischer darzustellen. Hierfür gibt es eine einfache aber doch effektive Möglichkeit: Kupferfolie

Die Originalteile auf dem Bild wurden einfach herausgeschnitten und die "Bruchstellen" glatt geschliffen.

Ein entsprechend großes Stück einfacher Kupferfolie aus dem Bastelgeschäft (mehrfach gefaltete Alufolie geht auch) wurde etwas geformt und mit "Beulen" versehen und angeklebt.

Als Klebstoff empfehle ich dafür Sekundenkleber.

Die So eingefügten Kupferteile können mit Enamel - Farben oder Acrylfarben sehr schön lackiert werden.

Mit Kupferfolie lassen sich viele zusätzlichen Details hervorbringen. Beispielweise: Abgerissene Bleche oder Ganze Türen für Dioramen, größere Metallsplitter/Bleche usw.

Auf diesen Beispiel aus der Modellgalerie kann man diesen Effekt schön sehen:

Modell: Tamiya KV II

 

 

Steigbügel, Ösen

Was mich persönlich bei vielen Modellen stört sind die Steigbügel und alles, was so ähnlich aussieht. Oft ist es schwierig diese vom Spritzling zu lösen und dann muss man noch daran herumschleifen.... Außerdem sehen mir die Bügel alle viel zu gleich aus. Daher mache ich mir eigene Bügel:

Die selbst hergestellten Bügel lassen sich wunderbar "formen". Realistischer wirk es schon dadurch, das die Bügel teilweise etwas verbogen sind und nicht alle gleich aussehen.

In den seltensten Fällen verwende ich persönlich die original im Bausatz befindlichen Steigbügel. Erstens sind mir diese zu "statisch" bzw. zu gerade und neu, und zweitens ist mir das einfach zu viel Arbeit an diesen Kleinen teilen herumzuschleifen bis alle Grade entfernt sind.

Ich mache mir aus einfachem "Rödeldraht" oder Blumendraht eigene Steigbügel. Mit einer heißen Nadel durchstoße ich die angedeuteten Stellen, auf die die Bügel normalerweise geklebt werden sollen.

Dann stecke ich meinen "eigenen Bügel" soweit hinein, das auf der anderen Seite die beiden Stifte der Bügel etwas hinausgucken. Dort klebe ich mittels Sekundenkleber (ruhig ein guter Tropfen!) die Bügel fest.

 

Auf diese Art stelle ich alle Arten von Bügeln und Ösen her. Ein weiterer Vorteil ist die Stabilität der Bügel in Eiegenherstellung. Zum verkleben des Drahts sollte man immer Sekundenkleber verwenden. Mit herkömmlichen Farben kann das ganze dann wunderbar bemalt werden.

 

 

Backsteine, Ziegel

Selbst hergestellte Ziegel unterscheiden sich in keinster Weise (weder in Form, noch in Farbe) von vorgefertigten, teueren gekauften Ziegelsteinen. Mit nur wenigen Handgriffen lassen sich in kürzester Zeit einige Hundert Ziegelsteine herstellen, und das zu einem niedrigen Preis!

Ausgangsmaterial: 

Zum Herstellen von Ziegelsteinen empfehle ich das Produkt MODELLIERTON von der FIRMA CLOREX (Tel.: 07623/723335) in der Farbe TERRACOTTA

Diese Masse erhält man in den meisten Bastelgeschäften. Es gibt diese Masse auch von anderen Herstellern in der gleichen Farbe, aber so weit ich weiß ist diese die günstigste und kostet pro kg um die 11 DM. Das reicht ca. für 4000 Steine!!!  

 

Herstellen der Steine:

Man nehme einen entsprechend großen Klumpen der Masse und rolle diese schön gleichmäßig aus (kuchenteigmäßig). Der "Teig" wird nun solange gerollt, bis man die gewünschte Dicke der Steine erreicht hat (so um die 1,5 - 2mm). Den so hergestellten "Lappen" legt man jetzt am besten auf ein Stück Alu-Folie oder Backpapier. 

Mit einem Lineal und Messer wird nun der Lappen in ca. 3 mm breite Streifen geschnitten (=spätere Breite der Steine). Jetzt dreht man das ganze um 90 Grad und schneidet die Länge der Steine (ca. 5mm). Legen Sie dieses "Moderne Kunstwerk" nun ca. 2-3 Stunden auf die Heizung oder lassen Sie es einfach einen Tag an der Luft trocknen. (Man könnte es auch im Backofen "brennen" bei 150 Grad 15 min. , aber das ist nicht notwendig.)

Ist die Masse ausgetrocknet, so kann man die Alufolie einfach abziehen, und die Steine auseinander - bröseln. 

Zusätzlich zu den eigentlichen Steinen sollte man noch folgendes anfertigen:

Nehmen Sie einfach einen kleinen Klumpen (ungef. so groß wie ein Golfball), lassen Sie diesen einfach trocknen. Mittels einer feinen Reibe (geht auch mit einer Feile, oder Raspel) machen Sie aus dem Klumpen backsteinfarbenen Staub! Diesen kann man z.B. auf einem Diorama wunderbar zwischen Backsteinhaufen "bröseln". Sieht sehr gut aus!

 

Da die Grundmasse schon einen ziegelfarbenen Grundton hat, brauch man die Steine später nicht mehr zu bemalen. Wenn man aber doch einige Akzente später setzen will, kann man die Steine wunderbar mit allen herkömmlichen Farben bemalen. 

 

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